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In Europa zu Hause

Die Geschichte der nacheiszeitlichen Ausbreitung der Buche ist eng mit der europäischen Kultur verbunden. Die Besiedlung der Landschaft mit der Buche verlief parallel zur Sesshaftwerdung des Menschen und zur Herausbildung komplexer organisierter Gesellschaftsformen. Es ist daher nicht verwunderlich, dass die Buche zu einem wichtigen Element der europäischen Kultur geworden ist.

Buchenstäbchen
Die Buche hat eine besondere Bedeutung in der jüngeren Kulturgeschichte. Unzählige Landschafts- und Ortsnamen lassen sich in Europa auf die Buche zurückführen. Von Buchenstäben mit eingeritzten Runen leitet sich der Begriff „Buchstabe“ und von diesem der Begriff „Buch“ ab. Bücher wiederum haben entscheidenden Anteil an der Kulturgeschichte.

Heilige Hallen
Der erhabene, feierliche Eindruck, den ein Buchenwald mit seinen schlanken und glatten, bis weit hinauf astlosen Stämmen vermittelt, ruft eine religiöse Ehrfurcht wach. Unseren  Ahnen dienten die stillen, mit gedämpftem Licht durchfluteten Buchenwälder als Vorbild der mittelalterlichen Kathedralen. Im Volksmund wurden sie „Heilige Hallen“ genannt.

Das Foto zeigt die Innenansicht der gotischen Kathedrale in der französischen Stadt Coutances © Eric Pouhier

Künstler
Alte Bäume und alter, urwüchsiger Wald inspirierten Künstler zu bedeutenden Werken der Malerei und Musik, der Dichtkunst und Literatur. Künstler setzten sich an vielen Orten in Europa frühzeitig für den Schutz alter Bäume und Wälder ein. Kunst ist auch heute ein wichtiger Zugang zu Naturbetrachtung und Naturverständnis.

Hier ist das Gemälde Kreidefelsen auf Rügen von Caspar David Friedrich, um 1818 zu sehen.