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Unesco - Wir sind Europas Wildnis - Alte Buchenwälder und Buchenwälder der Karpaten und anderer Regionen Europas
Unesco - Wir sind Europas Wildnis - Alte Buchenwälder und Buchenwälder der Karpaten und anderer Regionen Europas

Hainich

Wo einst Militär übte, wächst heute ungestört ein Urwald von morgen heran. Der farbenfroheste Buchenwald Deutschlands ist hier zu finden – mit bunten, duftenden Blütenteppichen im Frühjahr und einer gewaltigen Farbenpracht im Herbst. 

Steckbrief

  • UNESCO-Anerkennung: 2011
  • Schutzgebiet: Nationalpark Hainich
  • Buchenwaldregion: Subatlantisch-hercynisch
  • Fläche: 1.573 ha
  • Anzahl Teilgebiete: 1
  • Bundesland: Thüringen
  • Höhenstufe: kollin-submontan (Mittelgebirge, 225 – 490 m ü. NN)
  • Tiere: Wildkatze, Bechsteinfledermaus, Mittelspecht
  • Naturerlebnis

    Der Nationalpark weist abwechslungsreiche Wanderwege und Erlebnispfade auf, die teilweise barrierefrei sind. Mehrere Ausstellungen vermitteln einen Eindruck von der Vielfalt der heimischen Laubwälder und ihrer Bewohner. Ein 500 Meter langer Baumkronenpfad bietet besonders spektakuläre Einblicke in den Lebensraum Wald. Im Wildkatzendorf Hütscheroda kann jeder Wildkatzen und Luchse beobachten. Das Welterbegebiet selbst, ist auf Wander- und Radwegen zu erleben. Rund um den Nationalpark gibt es fünf Nationalpark-Informationen. Sie sind ein idealer Startpunkt für Wanderungen.

  • Lebensräume

    Neben großflächigen Verbuschungsflächen weisen die Laubwälder mit ihrem hohen Totholzanteil einen außergewöhnlichen Arten- und Strukturreichtum auf. Der Hainich beeindruckt durch seine große Baumartenvielfalt und weist Kalk-Buchenwälder in einer Größe, Unzerschnittenheit und Ausprägung auf, wie sie an keiner anderen Stelle mehr zu finden sind.

  • Flora und Fauna

    Im Hainich sind neben den für Laubmischwälder typischen Pflanzen- und Tierarten auch sehr spezialisierte Arten zu finden. Wildkatze, Bechsteinfledermaus, Mittelspecht, hochgradig gefährdete Totholzkäfer, Orchideen und zahlreiche Pilzarten kommen hier vor. Auf den großen Verbuschungsflächen leben seltene Arten wie Braunkehlchen, Sperbergrasmücke, Neuntöter und Wendehals sowie zahllose Insektenarten.

  • Buchenwaldtyp

    Der Nationalpark Hainich schützt auf 7.500 ha den typischen Mittelgebirgsbuchenwald auf Kalkgestein. Der vorherrschende Waldtyp ist der Waldgersten-Buchenwald. Als Hauptbaumarten treten neben der Rotbuche vor allem Berg-Ahorn, Esche und Hainbuche in Erscheinung.

  • Geschichte

    Das Gebiet war jahrzehntelang militärisches Sperrgebiet. Große Bereiche des Waldes wurden daher kaum betreten. Waldbestände konnten sich dort seit vier Jahrzehnten ungestört entwickeln. Allerdings entstanden auch riesige Rodungsflächen, deren natürliche Wiederbewaldung heute auf beeindruckende Weise zu beobachten ist. Seit seiner Ausweisung 1997 findet keine Nutzung mehr statt, in Zentralbereichen sogar bereits seit rund 50 Jahren.

Bilder

  • Rahmen - Hintergrund
    Rahmen - Zierleiste
    Urwald mitten in Deutschland © T. Geisel
  • Rahmen - Hintergrund
    Rahmen - Zierleiste
    Buschwindröschen © M. Hornschuh
  • Rahmen - Hintergrund
    Rahmen - Zierleiste
    Blick vom Baumkronenpfad © T. Geisel
  • Rahmen - Hintergrund
    Rahmen - Zierleiste
    Wildkatze © T. Stephan
  • Rahmen - Hintergrund
    Rahmen - Zierleiste
    Buntspecht © J. Blank
  • Rahmen - Hintergrund
    Rahmen - Zierleiste
    Zersetzung von Totholz © T. Stephan
  • Rahmen - Hintergrund
    Rahmen - Zierleiste
    Grauspecht © J. Blank
  • Rahmen - Hintergrund
    Rahmen - Zierleiste
    Waldkäuze © J. Blank